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Chronik der Feuerwehr Rendsburg

Rendsburg Alt 1990

1000 bis 1100 konnte man bei einem Schadenfeuer nur familienmäßige Hilfe erwarten. Also eine Hilfe auf reiner Gegenseitigkeit, gesichert nur mit familiären oder freundschaftlichen Bindungen. War in der "Familie" ein Feuer ausgebrochen, gab es in dieser Zeit kaum Möglichkeiten, einen Brand zu begrenzen oder gar zu löschen. Man musste eben das selbständige Erlöschen abwarten. So half man sich gegenseitig mit Lebensmitteln und handwerklicher Hilfe. Im Laufe der Jahre wurde die Familie immer größer, bis diese Gemeinschaften im 14. und 15. Jahrhundert langsam zu Brandgilden wurden. Sie gingen später in unsere heutigen Feuerversicherungen über.

1264 brannte so auch ein großer Teil der Stadt Rendsburg ab.

1286, 1289 und 1321 wird in den Akten von Stadtbränden in Rendsburg berichtet. Nur einige Häuser am Wall blieben von der Feuersbrunst verschont.

1417 wurden Teile der Stadt Rendsburg von einem Brandstifter angesteckt. Am Himmelfahrtstage brannten die Hohe Straße und die Nienstadtstraße ab.

1446 ging das Rathaus in Flammen auf.

1695 Für den königlichen Anteil der Herzogtümer bestellte der König am 28. Dezember 1695 den Spritzenbauer und -händler Hans Georg Winkler zum königlichen Branddirektor, der u.a. in Rendsburg auf Kosten der Stadt das Löschwesen verbessern sollte.

1698 schlug der königliche Branddirektor Hans Georg Winkler er eine neue „Brand-Ordnung und deren Cassa" vor, was der Magistrat wiederholt ablehnte.

1703 brannte in Rendsburg ein Dragonerstall durch Blitzschlag nieder, das städtische Löschwesen versagte völlig. Das Feuer musste durch das Militär mit einer durch Winkler gelieferten Spritze gelöscht werden. Doch die Verhandlungen mit dem Magistrat blieben weiter ergebnislos. Stattdessen erarbeitete der Magistrat einen eigenen Entwurf der Brandordnung auf der Basis der vorliegenden Entwürfe und ließ sie nicht von Winkler sondern von Branddirektor Gottfried Fuchs in Kopenhagen überarbeiten. König Friedrich IV. erließ diese Brandordnung am 20. Mai 1707.  Diese war wegen des im Jahre 1700 erfolgten Ausbaus der Festung Rendsburg nötig geworden. Das Original dieser Feuerordnung ist im Stadtarchiv Rendsburg erhalten.

1712 führte der dänischen König in Rendsburg eine Brandkasse ein.

1747 setzte der Dänenkönig Friedrich IV. den Feuerwerker Capitain Möller ein und beförderte ihn 1759 zum Major. Unter ihm entstand dann die Brandwehr. Rendsburg war damals die größte Festung in Dänemark, so dass das Militär und damit der König ein gewichtiges Wort bei allen Angelegenheiten in Rendsburg mitzureden hatten. Daher auch das später oft berichtete Eingreifen des dänischen Königs. Die Brandwehr war eben ein Teil der Verteidigungsmannschaft der Festung.

1812 bestand das Brandkorps aus 268 Mann, die auch zum bürgerlichen Militärdienst herangezogen werden konnten. Die Führung lag in den Händen des Stadthauptmanns und Major des Bürgerartilleriekorps Kienast.

1821 erhält die Stadt dann die 1813 angeforderte Spritze. In diesem Jahr verstarb Stadthauptmann Kienast. Nun übernahm Capitain Horst vertretungsweise das Brandkorps. Ein neues Reglement löste das 1744 aufgestellte ab. Die Aushebungen zum Brandkorpsdienst wurden von einer Kommission vorgenommen. Wohlhabende Bürger konnten sich vom Dienst freikaufen. Die Pferdehalter wurden zum Heranfahren der Geräte bei Feuer verpflichtet. Der Brandmajor war für die Einsatzbereitschaft der Geräte verantwortlich. Reparaturen wurden aus der Spezialbrandkasse bezahlt.
Bis 1821 war eine Uniform nur für Offiziere bestimmt. Die Unteroffiziere und Mannschaften trugen nur ein sogenanntes Brandschild auf der Brust. Im April 1821 gab der dänische König den Befehl aus, die Uniformvorschriften abzuändern und den Kreis der Uniformträger erheblich zu erweitern. So wurde 1821 die erste Feuerwehruniform in Rendsburg eingeführt. Auch war das Brandkorps stolz auf eine eigene Fahne. In den Jahren 1809 bis 1822 brannte die Altstadt bzw. große Teile davon fünfmal ab.

1824 ordnete der dänische König an, dass bei Großfeuer die Soldaten mit den Zeughausspritzen (Kasernen) unter Befehl ihrer eigenen Offiziere Hilfeleistungen auszuführen hätten.

1842 wurde erstmalig in allen Häusern in Rendsburg eine Brandschau durchgeführt. Meistens wurde Torf- und Strohlagerung an den Schornsteinen beanstandet. In diesem Jahr brannten 8 Häuser und die Marienkirche ab.

1843 wurde das Spritzenhaus der Altstadt an die Schiffbrücke / Neue Straße verlegt. Hier wurde ein Gasthaus zu einem neuen Spritzenhaus umgebaut. Der Umbau wurde mit 657 Courant und 1 Schilling (ca.790.-DM) veranschlagt.

1854 wurde eine Schiffsspritze (Eiderkahn) angeschafft. Das Spritzenhaus wurde bei vierteljährlicher Kündigung in das Packhaus J.G. Petersen verlegt. Bei einem Brand verunglückte der Unterbrandmeister Herz tödlich, die Frau erhielt eine Rente von 50 Reichstalern.

1855 fehlten bei einem Feuer 54 Mann. 18 Mann wurden vom Stadtkommandanten bestraft. Die hölzerne Pumpe am Paradeplatz wurde mit einer gusseisernen ersetzt. Die Löschgeräte waren und blieben die Alten.

1862 brannte das Provianthaus der Festung bis auf die Grundmauern nieder.

1863 Der Gedanke einer freiwilligen Feuerwehr kam aus Süddeutschland nach Schleswig-Holstein. Die erste Freiwillige Feuerwehr in Schleswig-Holstein wurde 1847in Heide gegründet. In Rendsburg wurde am 12. September 1863 der Antrag für eine freiwillige Feuerwehr mit der gleichzeitigen Bitte um Anschaffung von Gerätschaften vom Rendsburger Turnverein von 1859 gestellt. Das Anerbieten wurde von der Stadt und dem derzeitigen Brandmajor abgelehnt.

1865 Zur gleichen Zeit, als eine freiwillige Feuerwehr im Gespräch war, trug sich das Brandkorps mit dem Gedanken, eine Berufsfeuerwehr aufzustellen. Am 13. September wandten sich die Kommandeure des Rendsburger Brandkorps in einem Schreiben an den Magistrat der Stadt Rendsburg zwecks Aufstellung einer Berufsfeuerwehr.

1868 Nach mehreren Anläufen des Turnvereins von 1859 konnte nach 5 Jahren Ende des Jahres 1868 eine freiwillige Turnerfeuerwehr gegründet werden. Als Hauptmann wurde J.H. Ahrens bestellt.

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg

 

1869 Nach weiteren Bemühungen konnten am 14. März zwei und am 3. April weitere zwei Handdruckspritzen übernommen werden. So war der Grundstein der Freiwilligen Turnerfeuerwehr gelegt, und mit den Übungen konnte begonnen werden.

1873 Am 8. Februar brach in der Materialhofstraße ein Brand aus. Die Geräte wurden ohne Pferde zur Brandstelle gebracht. Der Steiger Peters und der Hauptmann Ahrens der Freiwilligen Feuerwehr wurden von herabstürzenden Balken verletzt. Beide bekamen 5 Wochen Genesung sowie freie Kurkosten und eine neue Hose.

1875 Am 2. November brannte es im Arsenal (Kaserne). Die 1. Prämie ging wie so oft an die Freiwillige Feuerwehr (Die Garnison hatte eine eigene Feuerwehr). Die Spritze mit Zubringer bekämpfte 24 Stunden lang das Feuer.

1876 bekam die Freiwillige Feuerwehr eine neue Spritze.

1878 Am 23. Juni beginnt der Kampf um die Auflösung der freiwilligen Feuerwehr. Es wurde an den Landesbranddirektor der Antrag gestellt, die freiwillige Feuerwehr bestehen zu lassen. Am 15. November kam die Aufforderung des Magistrats, einen Termin zur Ablieferung der Ausrüstungsgegenstände zu geben. Die freiwilligen Feuerwehrmänner arbeiteten mit allen Mitteln gegen die Auflösung. Die Mitglieder versuchten, sich aus eigenen Mitteln Uniformen und Ausrüstungsgegenstände anzuschaffen.

1879 Die freiwillige Feuerwehr hatte sich in den wenigen Jahren ihres Bestehens gut bewährt, jedoch unter Neid und Missgunst konnte sich die Führung des Brandkorps so durchsetzen, dass die freiwillige Feuerwehr ihre Tore schliessen musste. Am 19. April erfolgte die Auflösung der freiwilligen Feuerwehr mit einem Kassenbestand von 9 Mark 31 und schloss mit einem gemütlichen Abend.

1880 Nach Auflösung der freiwilligen Feuerwehr wurde das Brandkorps neu aufgestellt.

1881 Am 5. Februar wurde der Neubau eines Spritzenhauses ausgeschrieben. Am 22. Oktober heißt es u.a. "Unser neues städtisches Central - Spritzenhaus am Jungfernstieg, ein dem Auge wohlgefällig sich präsentierendes, geschmackvoll ausgeführtes Gebäude, ist vor kurzem baulich vollendet worden, und die Löschgeräte sind bereits dahin überführt."

Rendsburg
Rendsburg
Rendsburg
Rendsburg

1908 Brandmajor Jordan führte die Brandwehr bis zum 12. Mai. Am 14. Mai übernahm Oberbrandmeister Sibbert die Brandwehr. Er wurde am 10. Oktober zum Brandmajor befördert. Eine vierrädrige Saug- und Druckspritze wurde in diesem Jahr angeschafft.

1910 Da inzwischen an mehreren Stellen des Stadtgebietes Hydranten eingebaut waren, wurde ein Angriffswagen (Hydrantenwagen) angeschafft.

1913 Im Januar wurde von der Stadt Rendsburg eine Feuermelder- und Alarmierungsanlage der Firma Siemens & Halske in Betrieb genommen. Es war die erste Anlage einer Freiwillige Feuerwehr in Schleswig-Holstein.

1914-18 Während des Krieges wurden junge Leute und Schüler von den wenigen zurückgebliebenen Feuerwehrleuten ausgebildet, die bei Fliegerangriffen eventuell ausbrechende Feuer sofort angreifen sollten. Eine besondere Aufgabe bestand darin, den Feuerschutz der Garnison zu übernehmen. Rendsburg blieb jedoch von größeren Feuern verschont, außer einem Unglück in der Düngerfabrik.

1920 Brandwehrführer Sibbert wird von Lithograph Dietrich abgelöst.

1921 Am 21. Mai wurde vom Kreis Schleswig eine zum Verkauf gestellte Automobil-Kraftspritze für 80.000.000 Mark von der Stadt Rendsburg gekauft. Am 10. November wurde der Beschluss gefasst, die freiwillige Feuerwehr wiederzugründen.

1922 Am 2. März meldeten sich 70 Mann freiwillig. Das Kommando stimmte der Gründung zu, im April stimmte auch das Brandschutzamt zu. Am 21. April hatte die Wehr sich eine Satzung aufgestellt und gab sich den Namen:

 

„Freiwillige Feuerwehr Rendsburg e.V."

 

1926 Am 28. Juni wurde vom Bürgermeister Timm die Fahnenweihe vorgenommen. Die Fahne wurde von Rendsburger Bürgern gestiftet.

1928 Auf dem Viermastschoner "Peter Wilstermann", der im Kaiser-Wilhelm-Canal (heute Nord-Ostsee-Kanal) lag, brach am 28. Juli ein Feuer aus und vernichtete das Schiff. Die Hitze an der Kanalböschung war so groß, dass die Rinden der Alleebäume abplatzten.

1931 Am 2. Dezember brannte das vor dem Provianthaus im Jungfernstieg stehende große Lagergebäude nieder. Die Rendsburger Wehr wurde von den Feuerwehren aus Büdelsdorf, Fockbek und der Chemischen Düngerfabrik sowie von der Sanitätskolonne der Kaserne unterstützt. Wertvolle Kunstschätze des Gutes Emkendorf verbrannten.

1927, Juli
1927, Juli

1938

1934 Das heute noch aus Museumsfahrzeug erhaltene LF 15 mit abprotzbarer Leiter wird in Dienst gestellt.

1938 9. Juli Großfeuer in der Bäckerei Thode am Altstädter Markt. Es brannte die Backstube und der Dachstuhl des Vorderhauses. Nach dem Brand wurde sichtbar, dass ein Teil der Zwischenwände in den Häusern aus Torfsoden bestand, die man verputzt hatte.

1939 Die Ortspolizeibehörde teilt mit: "In Rendsburg werden bei Großfeuer wieder die Feuerhörner geblasen, damit jeder Volksgenosse weiß, dass es sich um nichts anderes handelt." Inzwischen war der 2.Weltkrieg ausgebrochen, und die Sirenen dienten als Alarmierungsmittel bei Luftgefahr.

1941 Am 8. August wurde ein neues LLG (Leichtes Löschgruppenfahrzeug) in Dienst gestellt. Die ersten Einsätze mit dem LLG wurden nach Kiel gefahren.

1945 Bei Kriegsende am 8. Mai übernahmen die englischen Besatzungstruppen die Regierungsgewalt in Schleswig-Holstein. Bis zum 23. Juli gab es keine freiwillige Feuerwehr in Rendsburg. Am 23.Juli war der Gerätebestand:
2 LF 25, 1 LF 8 / TSA, 1 TSA, 1 DL 22, 1 LF 15 mit abprotzbarer Leiter, 22 m

1951 Am 22. Januar, morgens gegen 4 Uhr, entstand in der Neuen Straße im Hause Möbel Schulz ein Großfeuer. 25 Menschen wurden obdachlos. Der Schaden betrug ca. 800.000 DM. Eine einstürzende Giebelwand in der Hohen Straße tötete den Feuerwehrmann Helmut Fischer und verletzte zwei weitere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Chemische Düngerfabrik. Einige Feuerwehrkameraden der Freiwillige Feuerwehr Rendsburg mussten wegen Rauchvergiftungen ärztlich behandelt werden. Sämtliche Nachbarwehren sowie die Berufsfeuerwehren aus Kiel und Neumünster waren an den Löscharbeiten beteiligt. Das Feuer, das mit 31 Strahlrohren bekämpft wurde, konnte sich trotzdem z.T. auf die umliegende Nachbarschaft ausdehnen. Eine größere Brandkatastrophe konnte jedoch dank der Feuerwehren verhindert werden. Die Geschäftsleute der Altstadt trugen gemeinsam mit den Feuerwehrkameraden den verunglückten Feuerwehrmann Helmut Fischer zu Grabe. Die Anwohner der Hohen Straße und der Neuen Straße führten eine Sammlung zu Gunsten der Feuerwehr Rendsburg durch. Im Juni wurde ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 15 (Hersteller Magirus, Löschwassertank 2400 Liter, 80 Liter Schaummittel) in Dienst gestellt.

1954 Im Februar wurde ein alter VW - PKW vom Gerätemeister als Kommando-Wagen hergerichtet. Die Sirene war das teuerste Stück am ganzen Wagen.

1960 Am 9. April wurde Wehrführer HBM Hermann Obitz von Bürgermeister Hans Heinrich Beisenkötter mit einer Ehrengabe der Stadt Rendsburg wegen Erreichens der Altersgrenze verabschiedet. Nachfolger wurde der stellv. Wehrführer OBM Hans Mortensen. Neuer stellv. Wehrführer wurde LM Heinrich Thode. Am 20. August wird das Tanklöschfahrzeug TLF 15 mit einer UKW - Funksprechanlage mit der Kennung "Florian Rendsburg 1" ausgerüstet.

1938
1938
1941
1943
1951
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1951
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1961 Senator Lange teilte der Generalversammlung am 3. März mit, dass noch im Jahre 1961 mit der Projektierung der neuen Feuerwache auf dem Grundstück Jungfernstieg 19 (Hof hinter dem Pelli-Hof und der Post) begonnen würde. Dieser Standort wurde später fallengelassen zugunsten des Platzes Herrenstrasse. Am 25. Juli rückte die Feuerwehr Rendsburg zum ersten LKW-Brand im Rendsburger Kanaltunnel aus. Der Tunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal war erst 2 Stunden in Betrieb. Am 11. August verstarb der ehemalige Kreiswehrführer W. Schäfke. Aufgebahrt auf der DL 22 der Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg trat er seinen letzten Erdenweg an. Vom Zivilen Bevölkerungsschutz (ZB) wurde der Wehr ein Tanklöschfahrzeug 16 (Fahrgestell Magirus-Deutz) zur Verfügung gestellt.

1962 wurde OFM Kurt Petersen zum stellv. Wehrführer gewählt.

1963 Am 10. November brach im Rendsburger Kraftfutterwerk der Lagerhaus-Gesellschaft ein Großfeuer aus. 3 TLF 16 und 2 DL 22 waren im Einsatz.

1964 Das LF 8 auf Faun Fahrgestell wird am 2. März in Dienst gestellt.

1965 Ein neues LF 16 (Fahrgestell Mercedes-Benz 1113, Aufbau Bachert) mit 800 Liter Löschwassertank wird am 11. Februar übernommen. Bürgermeister Hans Heinrich Beisenkötter konnte der Wehr auf der Jahreshauptversammlung berichten, dass die neue Feuerwache in der Herrenstrasse gebaut werden soll, die Pläne ausgearbeitet wären und noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden könnte.

1966 Wehrführer HBM Hans Mortensen wurde für 2 Jahre bis zum Erreichen der Altersgrenze wiedergewählt.

1967 Am 22. März wurde eine neue Drehleiter DL 30 (Fahrgestell Mercedes-Benz 1113, Aufbau Metz) in Dienst gestellt. Aus einsatztaktischen Gründen erhielt die Drehleiter 2 Bedienstände. Der Hersteller Metz nannte diese Ausführung "DL 30 Typ Rendsburg". An der Unterleiter war ein Kran mit einer Tragkraft von 3 to angebracht. Die Bedienung erfolgte mit einer tragbaren Steuerung. Am 22. September stimmte die Ratsversammlung dem sofortigen Baubeginn der Feuerwache zu.

1968 wurde LM Hermann Obitz zum stellv. Wehrführer gewählt. Am 18. Mai fand die langersehnte Grundsteinlegung der Feuerwache statt, und am 23. Oktober konnte das Richtfest gefeiert werden.

1969 Am 6. September wurde die neue städtische Feuerwache in der Herrenstraße eingeweiht. Mit der Schlüsselübergabe von Bürgermeister Hans Heinrich Beisenkötter an die Freiwilligen Feuerwehr konnte der Dienstbetrieb aufgenommen werden. Die Baukosten betrugen 910.500 DM.
Am 10. Oktober vernichtete ein Großfeuer das Holzlager der Fa. Gehlsen. Da das Feuer an mehreren Stellen zugleich ausbrach, wurde Brandstiftung angenommen. Um 22:00 Uhr wurde Großalarm für alle Feuerwehren des Rendsburger Umlandes ausgelöst. Mit 17 Löschfahrzeugen, 3 Drehleitern, 4 Sonderfahrzeugen, 2 Wasserkanonen, 9 B- und 41 C-Rohren wurde das Feuer bekämpft. Einsatzdauer 3 Tage. Der Schaden betrug ca. 2,2 Millionen.

1970 Am 20. Februar fand die erste Jahreshauptversammlung in der neuen Feuerwache statt. Im September bekam die Wehr 60 Funkmeldeempfänger. Kosten 92.000 DM.

1971 Ein drittes TLF 16, Fahrgestell Mercedes-Benz LAF 1113, Aufbau Metz, wird in Dienst gestellt. Bürgermeister Hans Heinrich Beisenkötter betont anlässlich der Fahrzeugübergabe, dass derart hohe Ausgaben nur dank der Freiwilligkeit der Feuerwehrmänner möglich seien.

1972 11. März Großfeuer Torstraße/ Ecke Schleuskuhle (Farbenhaus Rudolph). Am 20. April feiert die Wehr mit Vorführungen auf dem Paradeplatz und einem Tag der offenen Tür in der Feuerwache das 50jährige Jubiläum der Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1972
1972

1973 Am 2.März brach im Alten Rathaus nach Brandstiftung ein Feuer aus und zerstörte weite Teile des historischen Gebäudes und mit ihm wertvolle, unersetzliche Bestände des im Rathaus untergebrachten Heimatmuseums. Die Drehleiter DL 22 wurde während des Einsatzes schwer beschädigt und musste ausgesondert werden. Am 4. Oktober wurde ein LF 16 mit Vorbauwinde in Dienst gestellt. Fahrgestell Mercedes-Benz LAF 1113, Aufbau Metz. Bei Verkehrsunfällen wird das Fahrzeug mit ausrücken. Die Feuerwehr Rendsburg fuhr in diesem Jahr das erste Mal über 100 Einsätze.

1974 Am 1. März wurde BM Max Kröger zum neuen Wehrführer gewählt. Am 31. August übernahm die Feuerwehr Rendsburg als erste Freiwillige Feuerwehr in Schleswig-Holstein einen Gelenkmast (Fahrgestell Magirus-Deutz, Aufbau Simon Snorkel). Am 8. September brannte das Fachwerkhaus in der Obereiderstrasse.

1975 Die Fahrzeughalle wird um vier Stellplätze erweitert. Am 24. September brannte das vor Jahresfrist nach dem Feuer restaurierte Fachwerkhaus in der Obereiderstrasse erneut. Am 14. Oktober wurden 88 öffentliche Fernsprecher im Stadtgebiet und im umliegenden Randgebiet mit münzfreien Notrufmeldern ausgerüstet. In Rendsburg war bundesweit der erste Versuch mit dem „Notrufmelder 73".

1976 Am 3. Januar hinterließ ein Orkan deutliche Spuren. Die Wehr musste 48mal ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen.

1977 Am 2. April erhielt die Feuerwehr Rendsburg einen "Schnellbergungswagen" der Marke Range Rover. Dieses Fahrzeug wurde u.a. mit Spenden der Björn-Steiger-Stiftung, des Fernmeldebataillons 610 und Rendsburger Bürgern finanziert.

1978 Der stellv. Wehrführer HBM Hermann Obitz wird wiedergewählt. Am 29. Dezember bescherte ein Schneesturm der Wehr für mehrere Tage bis ins neue Jahr hinein 264 Einsätze.

1979 übergab Bürgermeister Hans Heinrich Beisenkötter das TLF 24/50, Fahrgestell Mercedes-Benz 1619, Aufbau Metz, mit Staffelkabine an die Wehr. Am 7. November zerstörte ein Großfeuer zur Überwinterung eingelagerte Boote in einer Werft an der Obereider. Gesamtschaden: eine dreiviertel Million DM.

1980 Am 13. Januar Großfeuer in der Kirchenstrasse. Der Dachstuhl eines 300 Jahre alten Fachwerkhauses wurde vernichtet. Vier Familien wurden obdachlos. Am 5. Februar erhielt die Wehr zigarettenschachtelgroße Meldeempfänger der Firma SEL. Kosten 130.000 DM. Der Wehrführer HBM Max Kröger wurde für sechs Jahre wiedergewählt. Am 7. August brach auf einem Tonnenleger in der Werft Saatsee ein Schiffsbrand aus.

1981 Bürgermeister Hans Heinrich Beisenkötter wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Am 17. Oktober feierte die Freiwillige Feuerwehr ihren 112. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür. Im November wurde die neue Funkzentrale in der Feuerwache eingeweiht.

1973
1973
1975 Feuer Obereiderstraße
1981
1981
1981
1981

Rendsburg Alt 1990
1982 Am 8. November übergibt Bürgermeister Dr. Speck der Wehr ein TLF 16/25 (Fahrgestell Mercedes-Benz 1019AF, Aufbau Bachert). Das erste, 1951 angeschaffte, TLF 15 wurde ausgemustert und bekam als neuen Standort den Flugplatz Schachtholm.

1983 wurde die Wehr zu 439 Einsätzen gerufen. Am 12. März bricht nach einer Explosion in der Kieler Strasse ein Großfeuer aus. 60 Mann waren ca. 4 Stunden im Einsatz. Schaden: 500.000 DM.

1984 Der stellv. Wehrführer HBM Hermann Obitz wird erneut für sechs Jahre wiedergewählt. Am 9. März wird der Feuerwehr ein VW-Bus übergeben. 4. Juli, kurz nach Mitternacht: Großfeuer im Innenhof des Martinshauses. 51 Mann hatten nach 2 Stunden das Feuer unter Kontrolle. Eine 92jährige Frau starb in den Flammen.

1985 Auf der außerordentlichen Versammlung am 25. Januar verabschiedet die Wehr ihre neue Satzung. Am 31. Mai wird die erste EDV-Anlage mit den Hydrantenplänen und Gefahrgutinformationen aus eigenen Mitteln angeschafft.

1986 Am 14. Februar wurde OLM Gerd Kruse für den scheidenden Wehrführer Max Kröger zum neuen Wehrführer gewählt.

1987 Am 13. Februar wurde die neue Satzung vom Innenministerium genehmigt. Die Satzung wurde einstimmig angenommen. Offizieller Name der Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg ist nun:

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg

1988 Am 19. Mai brannte ein Restaurant am Schloßplatz nach Brandstiftung völlig aus. Am 21. Mai brannte in den Morgenstunden ein Reetdachhaus in Büdelsdorf. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg hatte in dieser Nacht den Brandschutz für die FF Büdelsdorf übernommen. Nach einer Explosion wurde der Gelenkmast und das TLF 24/50 von einem herabstürzenden Schornsteinkopf stark beschädigt. Am 30. März wurde ein Rüstwagen RW 2 (Fahrgestell Mercedes-Benz 1222 AF, Aufbau Bachert) in Dienst gestellt. Es war eines der letzten Fahrzeuge, die dieser Aufbauhersteller fertigte.

1989 Am 18. März brannten innerhalb weniger Stunden zwei Reihenhäuser in der Lilienthalstrasse nach Brandstiftung. Am 9. September wurde ein LF 16 (Fahrgestell Mercedes-Benz 1222AF, Aufbau GFT) in Dienst gestellt. Am 6. Oktober wurde Anja Sievers als erste Frau in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rendsburg aufgenommen.

1990 Auf der Jahreshauptversammlung am 9. Februar wurde der stellv. Wehrführer HBM Hermann Obitz nach 39 Dienstjahren verabschiedet. Sein Nachfolger wurde BM Dieter Rieder. Am 28. August musste die Wehr zu einem Perchloräthylenunfall auf dem Betriebsgelände des Supermarktes Divi ausrücken. Hier war die Wehr und der ABC-Zug des Kreises Rendsburg-Eckernförde für mehrere Stunden im Einsatz. 32 Kameraden der Feuerwehr und des ABC-Zuges mußten im Kreiskrankenhaus auf Vergiftungen hin untersucht und behandelt werden, ein Feuerwehrmann musste für drei Tage im Krankenhaus stationär behandelt werden.

1991 wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg mit neuen Feuerwehrschutzjacken und dem neuen Helm der Firma Dräger ausgerüstet. Am 18.2. wurde durch ein Großfeuer in der Deutschen Bank der Dachstuhl fast völlig zerstört. Die Ausbreitung des Feuers auf die Nachbargebäude konnte verhindert werden.                        

1992 Am 20. Februar wurde der Wehrführer HBM Gerd Kruse wiedergewählt. Am 13. April wurde ein neues LF 16/12 (Fahrgestell Mercedes-Benz 1222, Aufbau Ziegler) in Dienst gestellt. Am 2. Juli brach am Kreishafen bei der Firma Getreide AG ein Großfeuer aus. Die Wehr wurde auch hier von der FF Büdelsdorf unterstützt.

1993 In der Nacht zum 14. Januar wurde die Wehr 83 mal zur Beseitigung von Sturmschäden eingesetzt. Am 18. Januar bestand der "Alarmring" der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rendsburg 80 Jahre. Den längsten Einsatz des Jahres musste die Wehr am 2. Dezember bei einem Großfeuer des Asylbewerberheims in der Blenkinsopstraße bewältigen. Hier war nach Schweißarbeiten in den frühen Abendstunden das Feuer ausgebrochen. Nach 10 Stunden konnten auch die letzten Kameraden wieder in die Wache einrücken. 1993 rückte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg zu 389 Einsätzen aus.

1994 LM Carsten Maaß wird auf der Jahreshauptversammlung zum neuen Zugführer des 1. Zuges gewählt. Am 25. Juli kam es in einer Papierabfallsortieranlage zu einem Großfeuer, Einsatzdauer 4:23 Stunden. Vom 23. bis 25. September feierte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg ihr 125-jähriges Bestehen. Die neue Drehleiter (DLK 23/12), Fahrgestell MAN, Aufbau Metz, mit Kran und ein VW Passat Variant als ELW 1-2 wurden in Dienst gestellt.

1995 Zum Ende des Jahres bekam die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg noch einmal richtig zu tun. Am 6. Dezember richtete ein Großfeuer auf einem Ponyhof ca. 400.000 DM Sachschaden an. Danach ereignete sich eine Schiffskollision auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Gegen 4 Uhr morgens lief der deutsche Containerfrachter "Sabine D" in die Böschung bei Nübbel. Ein Ruderschaden war die Ursache der Kollision. Das Schiff blieb mit starker Schlagseite in der Böschung liegen. Einsatzdauer 14 Tage. 8 Personen wurden von den Lotsenversetzbooten und der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rendsburg von Bord des überkrängenden Schiffes gerettet.                                           

1996 Am 9. Februar wurden der stellv. Wehrführer HBM Dieter Rieder und Zugführer BM Werner Green für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Ein Großfeuer am 19. Dezember beschädigte ein im Umbau befindliches Haus in der Nienstadtstrasse stark. Schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten aufgrund der engen Altstadtbauweise.                                                                     

1997 Die Erweiterung der Fahrzeughalle um fünf Stellplätze (Besonderheit: Öko-Dach) wurde am 15. Mai eingeweiht. Ein Gerätewagen-Atemschutz (Fahrgestell Mercedes-Benz, Ausbau Ziegler) wurde in Dienst gestellt. Das größte Feuer des Jahres ereignete sich am Kreishafen bei der Firma Getreide AG. Es brannte die Förderanlage in einem Futtermittelsilo.

1998 Am 13. Februar wurde der Wehrführer EHBM Gerd Kruse in der dritten Amtsperiode für weitere 6 Jahre im Amt bestätigt. Mit einem Gerätewagen-Nachschub (Fahrgestell Iveco EuroCargo) wurde die Zahl der Einsatzfahrzeuge auf 13 Stück erweitert. Der SBW wurde nach 21 Dienstjahren mit einem Vorausrüstwagen (VRW), Marke Chrysler Jeep Cherokee, ersetzt. 14:39 Stunden waren 53 Kameraden sowie die Nachbarwehren Büdelsdorf, Fockbek und Westerrönfeld am 10. und 11. Dezember bei einem Großfeuer im Gewerbegebiet in einer Möbelfabrik im Einsatz. Während des Einsatzes ereigneten sich zwei Flashover. Der erste beschädigte die DLK, der zweite ca. 2 Stunden später ließ das Gebäude zu 80 % einstürzen.

1999 Aufgrund der erwarteten Computerprobleme zum Jahrtausendwechsel, die in Prognosen auch Auswirkungen auf Telefon, Stromversorgung, Personenaufzüge oder auch Wasserversorgung haben sollten, reagiert die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg mit einer 25 Mann starken "Silvesterwache", die in der Feuerwache den Jahrtausendwechsel erwartete. Um 00:00 Uhr wird LM Ernst Harder nach über 40 Dienstjahren aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dieses ist einmalig in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rendsburg, dass ein Feuerwehrmann bis zur letzten Sekunde im Einsatz war. Bis auf drei Containerbrände verlief die Nacht ruhig.

2000 Auf der Jahreshauptversammlung wurde BM Carsten Maaß im Amt des Zugführers bestätigt. Am 30. Dezember ist die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg "online". Unter 'http://www.feuerwehr-rendsburg.de' präsentiert sich die Feuerwehr im Internet.

2001 Der Wehrführer EHBM Gerd Kruse begeht ein seltenes Jubiläum. Seit 37 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rendsburg, gehört er seit 30 Jahren ununterbrochen dem Vorstand als Gruppenführer, Kassenwart und seit 1986 als Wehrführer an. Das TLF 16/24 aus dem Jahr 1973 wurde mit einem TLF 16/25 (Fahrgestell MAN, Aufbau Schlingmann) ersetzt. Eine Wärmebildkamera mit drahtloser Bildübertragung auf einen Bildschirm im ELW 1-1 ergänzt die Ausrüstung. LM Jan Haagen wird auf der AOV am 26. April zum Gruppenführer 1. Gruppe gewählt.

2002 Mit 410 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg überdurchschnittlich beansprucht. Am 10. Juli hieß es im Stadtgebiet 'Land unter'. Nach heftigen langandauernden Regenfällen wurde die Wehr zu 125 Lenzeinsätzen in 7 Stunden angefordert. Unterstützung kam von der FF Fockbek, vom Löschzug Gefahrgut und vom THW Rendsburg. Am 21. Juni stand gegen Mitternacht der Dachstuhl des 'Heinemann'-Hauses in Vollbrand. Unterstützt von der FF Büdelsdorf, war die FF Stadt Rendsburg 6 Stunden im Einsatz. Ein Großfeuer in der Richthofenstraße machte am 13. August eine vierköpfige Familie obdachlos. LM Kuchniczak rettete eine Frau und zwei Kinder noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus dem brennenden Haus. HBM Dieter Rieder wurde als Stv. Wehrführer, BM Werner Green als Zugführer 2. Zug und OLM Manfred Bukatz als Gruppenführer 3. Gruppe auf der Jahreshauptversammlung wiedergewählt. Nach dem Rücktritt des Wehrführers und Kassenwartes Gerd Kruse wurde am 23. August auf der Außerordentlichen Versammlung LM Sönke Brandstaedter zum neuen Wehrführer gewählt, HFM Gerrit Hilburger ist neuer Kassenwart. Die Ausrüstung der Wehr wurde mit einem Pulverlöschanhänger erweitert. Ebenso übergab Bürgermeister Teucher einen ELW 1 (MB Sprinter, Ausbau Ziegler) und ein TLF 24/48 (MAN, Aufbau Ziegler).

2003 Gleich zweimal fuhr die FF Stadt Rendsburg zur Unterstützung der FF Nortorf zu Großbränden. Neben dem Großfeuer der Lagerhallen am 23.10. in Schacht-Audorf verzeichnet der Jahresbericht weitere fünf Großfeuer im Stadtgebiet. Dazu kamen neun Mittelfeuer und 80 Kleinfeuer. 25 Einsätze zu Verkehrsunfällen waren notwendig. Insgesamt wurde die Wehr zu 258 Einsätzen alarmiert. HBM Dieter Rieder und OLM Manfred Bukatz wurden für 25 Jahre Vorstandsarbeit geehrt. Wöchentlich eine Stunde Sport absolvierten ca zwanzig Feuerwehrangehörige im Rahmen von 'Fit For Fire' der Feuerwehrunfallkasse. Das Feuerwehrboot 'Florian' bekam eine Radaranlage.

2004 Die Gruppenführer OLM Hans-Herbert Reis, OLM Ulf Sievers und OLM Thorsten Gollan wurden auf der JHV in ihrem Ämtern bestätigt. Als Ersatz für das TLF 16/25, das an die Freiwillige Feuerwehr Hassmoor verkauft wurde, wurde am 26.02. ein TLF 16/25 (MAN, Aufbau Ziegler) in Dienst gestellt. Bei dem Großfeuer am 30. Januar in der Mühlenstraße bewährte sich der Gelenkmast wieder einmal.

2005 LM Stefan Dohrwardt wurde in der Außerordentlichen Versammlung zum Gruppenführer der 4. Gruppe gewählt. Die Versammlung faßte außerdem den Beschluß, eine Jugendfeuerwehr gründen zu wollen. Am 24. März wurde der Dachstuhl eines Hauses in der Alten Kieler Landstraße Opfer der Flammen. Weitaus mehr Einsätze, 82 Stück, mußte die Wehr allerdings wegen Auslösen diverser Brandmeldeanlagen fahren.

2006 Ein ereignisreiches Jahr begann mit umfangreichen Wahlen. BM Carsten Maaß wurde auf der Jahreshauptversammlung zum Nachfolger des ausscheidenden Stv. Wehrführers HBM Dieter Rieder gewählt. LM Gerrit Hilburger ist neuer Zugführer des 1. Zuges, HFM Thomas Müller folgt OLM Manfred Bukatz als Gruppenführer der 3. Gruppe. Erster Jugendwart der Jugendfeuerwehr Rendsburg wurde LM Dirk Mücke, Stv. Jugendwart LM Michael Bölk. Das neue MZF, Chrysler Grand Voyager, wurde erstmalig in der Grundfarbe silber geliefert. Höhepunkt war zweifellos die Gründungsfeier der JF Rendsburg am 27. Mai, als 29 Mädchen und Jungen ihren Dienst offiziell antraten. Stürmisch endete das Jahr, am 30.12. waren noch 19 Sturmeinsätze zu bewältigen.

2007 Auf der JHV wurde OLM Jan Haagen im Amt bestätigt, HFM Jens Schnittka zum neuen Gruppenführer 2. Gruppe und LM Norbert Harder zum Gruppenführer 3. Gruppe gewählt. Am 29. September bestanden acht Jugendfeuerwehrleute die Leistungsspange. Nach 33 Dienstjahren musste der Gelenkmast ausser Dienst gestellt werden. Im November wurde der derzeit mit 42 Metern Rettungshöhe höchste Teleskopmast bei einer FF in Deutschland in Dienst gestellt. Am 1. Juli hiess es "Land unter" in Rendsburg, 58 Lenzeinsätze waren nach einem Starkregen zu bewältigen. Am 22. September brannte die Sporthalle Rotenhof zum dritten Mal, und am 15.12. war der personalintensivste Einsatz zur Evakuierung einer Seniorenwohnanlage notwendig. Eine psychische Extrembelastung stellte am 19. Juli ein Unfall zwischen einem Zug und einem PKW dar, wo alle vier PKW-Insassen getötet wurden.

2008 Auf der bisher längsten JHV der Feuerwehr der Stadt Rendsburg, die bis 23:45 Uhr verlief wurde für den verstorbenen Kameraden Karl Pusch eine Schweigeminute eingelegt. Der Wehrführer Erster HBM Sönke Brandstaedter, der Gruppenführer OLM Thomas Quint sowie der Kassenwart Gerrit Hilburger wurden für weitere 6 Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Der Kamerad BM Werner Green wird vom seinem 2. Zug, den er 18 Jahre lang geführt hat, mit Geschenken verabschiedet und erhält vom Kreisbrandmeister für seine langjährige Tätigkeit als Kreisausbilder und seinen besonderen Einsatz für die Feuerwehr das Schleswig - Holsteinische Feuerwehrkreuz in Silber. Der Kamerad LM Rainer Wagner wurde für seine langjährige Tätigkeit als Kreisausbilder und seinen besonderen Einsatz für die Feuerwehr sowie für die hervorragende Restaurierung der alten Drehleiter (Bj.1934) mit dem Schleswig - Holsteinischen Feuerwehrkreuz in Bronze ausgezeichnet. Zum Nachfolger für den Zugführer des 2. Zuges wurde der Gruppenführer der 4. Gruppe OLM Stefan Dohrwardt gewählt und für die 4. Gruppe wird LM Mirko Henschke gewählt. Zum Jahreswechsel 2007 / 2008 wird der Wehr ein neues Mehrzweckboot mit Trailer zu Verfügung gestellt. Es wurde ferner ein Kommandowagen (KdoW) von der Fa. Ford und für die Jugendfeuerwehr ein Mannschaftstransportwagen (MTW) mit Anhänger beschafft. Ein gebrauchter Mercedes-Benz ML 280 (MZF) wird von der Stadt Rendsburg, hauptsächlich zur Verwendung für die hauptamtlichen Gerätewarte beschafft.

Es wurden im Jahr 2008 327 Einsätze gefahren.

KdoW
MZF 1
RTB 1
MTW+Anhänger

2009 Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde für die verstorbenen Kameraden Walter Tiefenbach und Uwe Ivers eine Schweigeminute eingelegt. Zur Wahl des Schriftführers konnte sich die Kameradin HFF Linda Dähne durchsetzen. Auf Antrag beschließt die Versammlung einen Festauschuss zu wählen. Es wurden im Jahr 2009 316 Einsätze gefahren.

Zur ersten außerordentlichen Versammlung im Jahr 2009 wurde der Kamerad Gerrit Hilburger als neuer Wehrführer der Stadt Rendsburg gewählt. In der Festausschuss wurden die Kameraden Lutz Schergaut, Kai Rundfeldt und Kati Nielsen gewählt.

In der zweiten außerordentlichen Versammlung im Jahr 2009 wurde der Kamerad Jens Schnittka zum Zugführer des 1. Zuges gewählt, der Kamerad Boris Jedzig zum neuen Kassenwart und der Kamerad Sven Haseleu zum Gruppenführer der 2. Gruppe.

2010 Auf der außerordentlichen Versammlung wird die neue Satzung beschlossen und eingeführt. Zur Jahreshauptversammlung teilt der Bürgermeister den Kameraden mit das im März das neue WLF an die Wehr übergeben wird. Der Kamerad Thorsten Gollan wird in seinem Amt als Gruppenführer der 6. Gruppe für weitere 6 Jahre bestätigt. Zum ersten Gruppenführer der Reserve wird der Kamerad Werner Green gewählt. Bei der Wahl des Festauschusses wird die Kameradin Kati Nielsen auf weitere 3 Jahre bestätigt und der Kamerad Sven Haseleu löst den Kameraden Lutz Schergaut in seinem Amt ab.

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 359 Einsätze gefahren.

 

WLF_AB-Ruest
WLF_AB-Ruest
WLF_AB-Ruest

2011 Das Jahr 2011 ist für uns mit einer neuen Rekordeinsatzzahl von 418 zu Ende gegangen. Schon zu Beginn des Jahres war ein etwas höheres Einsatzaufkommen zu merken.
Nach einer verhältnismäßig kurzen Jahreshauptversammlung, bei der wir neben etlichen Ehrungen auch den Kameraden Peter Jungermann in die Ehrenabteilung verabschiedeten, waren in diesem Jahr neue Herausforderungen zu meistern.

Der Kamerad Jannes Ramm löst den Kameraden Andreas Neidt als Kassenprüfer ab.
Hans Fridolin Scheff und Dierck Nielsen jun. ersetzen die Kameraden Sven Haseleu und Kai Rundfeld im Festausschuss und werden für ein bzw. zwei Jahre ins Amt berufen
Die Grundsanierung des Fahrzeugtunnels stellt die Wehr vor logistische und taktische Herausforderungen.

Zu keinem Großfeuer im eigenen Stadtgebiet mussten wir ausrücken, wobei unsere Hilfe in den Nachbargemeinden fünf mal für Großfeuer in Anspruch genommen wurde.
Erstaunlich viel wurden wir zu Gefahrgutunfällen gerufen, allen voran der Unfall mit einem Ammoniaktransporter auf der B77 höhe Brinjahe, welcher erst nach knapp 17 Stunden beendet werden konnte.
Des weiteren kam es zu einer längeren Einsatznacht als es aufgrund von starken Regenfällen im gesamten Stadtgebiet zu massiven Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern kam. Nach knapp 10 Stunden und 69 Einsätzen endete dieser Arbeitsintensive Tag um sechs Uhr morgens.

Zum Abschluss des Jahres feierten wir dann noch unser Feuerwehrfest, welches erstmalig wieder im Oktober stattfand, so wie es früher bereits einmal der Fall gewesen ist.

Übung Tunnel
Tunnelübung
Tunnelübung
Gefahrgutunfall Brinjahe
Gefahrgutunfall Brinjahe
Gefahrgutunfall Brinjahe
Rendsburg Land unter
Rendsburg Land unter
Land unter in Rendsburg

2013 Nach einer kurzen Begrüßung bei der JHV ehrten wir die verstorbenen Kameraden Wolfgang Schröder und den Kameraden Klaus Paulsen. Beide Kameraden waren langjährige Mitglieder der Feuerwehr Rendsburg und zuletzt in der Ehrenabteilung.

In diesem Jahr wurden zwei neue Gruppenführer gewählt, neuer Gruppenführer der ersten Gruppe wurde Hartmut Schwertfeger, in der dritten Gruppe wurde Michael Bölk zum neuen Gruppenführer gewählt.

Das Jahr 2013 brachte uns zwei neue Fahrzeuge, zur Jahreshauptversammlung im Februar wurde uns eine neue DLK überreicht, im September folgte unser zweites LF 20.

Mit einer erneuten Rekordzahl von 666 Einsätzen beendeten wir Kameraden dieses Jahr. Zu dieser Rekordzahl führte nicht zuletzt der Orkan "Christian" im Oktober mit knapp 200 Einsätzen.

 

DLK
DLA(K)
Übergabe LF 20-2
LF 20-2

2014 An der JHV im Februar ehrten wir nach einer kurzen Begrüßung den verstorbenen Kameraden Löschmeister Hans Hansen. Hans Hansen war über 70 Jahre Mitgleid der Freiweilligen Feuerwehr Rendsburg.

Zahlreiche personelle Änderungen folgten. Acht Wahlen standen auf dem Plan. Zum neuen stellvertretenden Wehrführer wurde Jens Schnittka mit 83 von 85 Stimmen gewählt. Zum Zugführer des 2. Zuges wurde Carsten Bruno Johannes Wittenberg gewählt. Zur neue Jugendwartin wurde Linda Dähne, zu ihrem Stellvertreter Michael Bölk, gewählt. Andreas Schölz ist zum neuen Gruppenführer der zweiten Gruppe, Hans-Fridolin Scheff zum neuen Gruppenführer der vierten Gruppe gewählt worden. Thomas Quint wurde in seinem Amt als Gruppenführer der fünften Gruppe bestätigt. Die Schriftführung übernimmt Daniel Piotraschke.

2015

Der Neue bleibt der Alte

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg fand am 13.Februar 2015 im Hohen Arsenal in Rendsburg statt. Der Wehrführer, Erster Hauptbrandmeister Gerrit Hilburger, begrüßte die Anwesenden Kameradinnen und Kameraden der aktiven Wehr, der Ehrenabteilung, sowie die Ehrenmitglieder, die Gäste und den obersten Chef der Wehr den Rendsburger Bürgermeister Pierre Gilgenast. In dem Jahresbericht, den der stellv. Wehrführer Jens Schnittka hielt, wurde deutlich gemacht, die Feuerwehr wird immer mehr gefordert. Nicht nur zu Bränden müssen die Männer und Frauen in den dunkelblauen Uniformen ausrücken, auch Hilfeleistungen bei Unfällen und für den Rettungsdienst, sowie die Sicherheitswachen gehören zu ihren Aufgaben. Im Einsatzbuch des vergangenen Jahres finden sich 567 Einträge - das entspricht durchschnittlich 1,55 Einsätze pro Tag. „Jedes Feuerwehrmitglied investiert Stunde um Stunde für die Feuerwehr, jeder Kamerad und jede Kameradin macht das Ehrenamtlich", so Schnittka. Löschmeister Stefan Pauers berichtete kurz über den Bestand der Kasse. Diese wurde durch die Kassenprüfer geprüft und es wurden keine Beanstandungen festgestellt. Der Vorstand und der Kassenwart wurden von der Versammlung entlastet. Nun standen Wahlen auf dem Programm. Hilburger übergab das Wort an Jens Schnittka der die Wahl zum Wehrführer durchführte. Es waren beim Bürgermeister Gilgenast insgesamt 9 Wahlvorschläge eingegangen sechs lauteten auf den Hauptlöschmeister** Sönke Brandstaedter und drei auf Hilburger. Die Wahl wurde zügig durch den Wahlleiter durchgeführt und am Ende standen 56 Stimmen auf der Liste für den Wehrführer Gerrit Hilburger. Damit wird er die nächsten sechs Jahre die Geschicke der Wehr leiten.
Einige Ehrungen und Beförderungen sollen in diesem Bericht besonders erwähnt werden.
Carsten Bruno Johannes Wittenberg (Zugführer 2 Zug) und Andreas Schölz (Gruppenführer 2 Gruppe sind nun Oberlöschmeister und Linda Dähne wurde in ihrer Funktion als Jugenwartin zur Hauptlöschmeisterin** befördert. Löschmeister Matthias Klupski wurde mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25-jährige aktive Mitgliedschaft und die beiden Löschmeister Bernd Laarsen und Gunnar Sievers mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Die Ehrungen und Beförderungen wurden von dem Kameraden Carsten Maaß in seiner Funktion als Beisitzer im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes durchgeführt