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Besondere Einsätze 2004

09.12.2004

Verkehrsunfall - BAB 7

Alarmzeit:

07:02 Uhr

Fahrzeuge:

ELW, VRW, TLF 16-1, RW 2TLF 24/48

Dichter Nebel behinderte an diesem Morgen den gesamten Fahrzeugverkehr.
Auf der Autobahn 7 geriet der Anhänger eines LKW ins Schlingern, bis der gesamte Zug
letztendlich umkippte und quer zur Fahrbahn liegenblieb.
Dabei wurde die Mittelleitplanke regelrecht niedergewalzt, trotzdem verhinderte sie
und das Gegenlenken des Fahrers, daß das Fahrzeug in den Gegenverkehr geriet,
was bei den vorherrschenden Sichtverhältnissen sicherlich zur Katastrophe geführt hätte.
Verletzt wurde aber glücklicherweise niemand, es kam aber auf beiden Richtungsfahrbahnen
nachfolgend zu Auffahrunfällen.
Ein weiteres Einschreiten unsererseits war nicht mehr erforderlich, allerdings hatten wir
ein 'kleines' Problem; vor uns lag der LKW, dessen Bergung noch Stunden dauern sollte
und hinter uns stauten sich hunderte Fahrzeuge.
Es wurde entschieden, die ohnehin zerstörte Mittelleitplanke zu durchtrennen und eine
Umleitung auf der Gegenfahrbahn einzurichten, hierbei kamen unser Plasma-Schneidgerät und
die Adamat-Säge zum Einsatz. Nach gut zwei Stunden waren wir wieder eingerückt.
VU BAB 7 (2004) 1
VU BAB 7 (2004) 3
VU BAB 7 (2004) 4

05./06.09.2004

Brandserie Fahrzeugbrände

Alarmzeit:

23:30 Uhr

Fahrzeuge:

ELW, TLF 16-1TLF 16-2TLF 24/48, MZF-2

VU BAB 7 (2004) 4In dieser Spätsommernacht trieben Brandstifter im Stadtgebiet ihr Unwesen. Es begann mit einem PKW-Brand vor dem Gebäude der Kreisverwaltung, das Feuer dort mußte mit Schaum gelöscht werden. Noch während dieses Einsatzes wurde in unmittelbarer Nähe auf einem Parkplatz ein Motorrad in Brand gesetzt. Ein daneben geparkter Klein-LKW fing ebenfalls Feuer und brannte vollständig aus, ein PKW wurde durch die Flammen erheblich beschädigt. Nur dreihundert Meter weiter wurde an einem weiteren PKW ein Feuer entdeckt und gelöscht. Die Besatzung eines nachrückenden TLF entdeckte dann auf ihrer Anfahrt in diesem Bereich einen weiteren Fahrzeugbrand. Der Brandschaden konnte bei beiden Fahrzeugen in Grenzen gehalten werden, war aber dennoch nicht unerheblich. Gegen 00:44 waren alle Einsätze beendet - erstmal...
Brandserie Fahrzeugbrände 1
Brandserie Fahrzeugbrände 3
Brandserie Fahrzeugbrände 4
Brandserie Fahrzeugbrände 5

29.07.2004

Großfeuer Wohnwagen Thode

Alarmzeit:

01:32 Uhr

Fahrzeuge:

ELW, TLF 16-1DLKLF 16-2, GW-A, TLF 16-2, MZF-2, TLF 24/48

Brandserie Fahrzeugbrände 5Kurz nach halb Zwei morgens alarmierte uns die Rettungsleitstelle mit der Durchsage "Zwei oder drei Wohnwagen brennen". Bei Eintreffen des Wehrführers stellte sich die Lage weitaus dramatischer dar:
Der direkt an der blechverkleideten, zweigeschossigen Verkaufshalle mit Ersatzteillager stehende Wohnwagen war bis auf das Fahrgestell abgebrannt, und das Feuer hatte sich in beide Richtungen ausgedehnt. Zwei rechts von diesem Wohnwagen stehende Neufahrzeuge brannten ebenfalls lichterloh, ein vierter begann zu brennen. In der Ecke der links stehenden Halle hatte sich das Feuer auf beide Geschosse und die Dachkonstruktion ausgebreitet.
Aufgrund der zeitweise zu befürchtenden Durchzündung des Daches wurde zusätzlich die Nachbarwehr, die FF Stadt Büdelsdorf, mit DLK, TLF 16 und LF 16 alarmiert. Mit 2 Wasserwerfern und vier C-Rohren konnte das Feuer auf die vorderen zehn Meter der Halle begrenzt werden. In dem vierstündigen Einsatz waren insgesamt 18 Atemschutztrupps im Einsatz.
Feuer Wohnwagen Thode 2
Feuer Wohnwagen Thode 3
Feuer Wohnwagen Thode 4
Feuer Wohnwagen Thode 5

23.02.2004

GROSSFEUER - Fockbeker Moor

Alarmzeit:

14:31 Uhr

Fahrzeuge:

ELW, TLF 16-2LF 16-1, MZF-2, TLF 24/48, LF 16-2

Feuer Wohnwagen Thode 5Angefordert von der Feuerwehr Fockbek rückten wir zu einem Moorflächenbrand aus, der es in sich hatte. Das weitläufige Gelände war größtenteils nicht befahrbar, teilweise sogar noch nicht einmal begehbar. Diese Erfahrung mussten einige Einsatzkräfte machen, die innerhalb kurzer Zeit völlig durchnässt waren. Bei Lufttemperaturen um den Gefrierpunkt wahrlich kein Vergnügen.
Enorme Löschwassermengen konnte die Fliegerhorstfeuerwehr des in der Nähe befindlichen Militärflughafens Hohn bereitstellen, die mit insgesamt fünf Flugfeldlöschfahrzeugen ausgerückt war. Aber auch zwei Landwirte mit Traktoren und mit Wasser gefüllten Gülleanhängern leisteten gute Hilfe. Vom Lufttransportgeschwader 63 aus Hohn wurde ein Hubschrauber eingesetzt, und die Einsatzleitung konnte kurzerhand in die Luft verlegt werden.
Der Schaden für das Biotop, das von zahlreichen Vögeln als Nistplatz genutzt wird, hält sich in Grenzen, da die Brutzeit noch nicht begonnen hat und die meisten Tiere fliehen konnten. Die Brandursache ist noch unklar, Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.
Feuer Fockbeker Moor 2
Feuer Fockbeker Moor 3
Feuer Fockbeker Moor 4
Feuer Fockbeker Moor 5

30.01.2004

GROSSFEUER - Mühlenstrasse

Alarmzeit:

22:50 Uhr

Fahrzeuge:

ELW, TLF 16-1DLKLF 16-1, GW-A, TLF 16-2, GM, TLF 24/48, LF 16-2

Feuer Fockbeker Moor 5Der Brand im 2. Obergeschoß wurde gegen 22.50 Uhr vom Pächter der im Parterre befindlichen Gaststätte "Drop Inn" bemerkt, der daraufhin die Feuerwehr alarmierte und seine rund 20 Gäste zum Verlassen der Gaststätte aufforderte. Wenige Minuten später war die Freiwillige Feuerwehr Rendsburg mit einem Großaufgebot an Helfern zur Stelle. Doch da schlugen die Flammen bereits durch das Dach des dreigeschossigen Hauses. Aus der Wohnung im 1. Obergeschoß evakuierten Feuerwehr und Polizei vier Personen und brachten sie unverletzt ins Freie. Aus den beiden direkt links und rechts angrenzenden Nachbarhäusern wurden jeweils drei Personen vorsorglich evakuiert. Und auch aus dem "Drop Inn" wurden weitere sechs Menschen ins Freie gebracht. Der DRK-Ortsverein Rendsburg und der Kreisrettungsdienst waren vor Ort, um eventuelle Verletzte zu versorgen. Während die Menschen aus dem brennenden Haus privat unterkamen, konnten die Bewohner der beiden Nachbarhäuser im Laufe der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren.
Die äußerst enge Altstadtbebauung machte einen massiven Einsatz der Feuerwehr nötig. Schließlich bestand die Gefahr des Feuerübersprungs auf Nachbargebäude und das nur wenige Meter weiter stehende alte historische Rendsburger Rathaus. Während Trupps unter schwerem Atemschutz den Flammen im Inneren des Gebäudes mit zwei C-Rohren zu Leibe rückten, wurde von Außen ein Löschangriff über den Gelenkmast der Rendsburger Wehr vorgetragen. "Dieses Fahrzeug ist für uns Gold wert und hat sich hier wieder einmal hervorragend bewährt", sagte Wehrführer und Einsatzleiter Sönke Brandstaedter. Dem konnte Bürgermeister Andreas Breitner, der sich über die Rettungs- und Löscharbeiten vor Ort informierte, nur zustimmen. Denn bedingt durch die Konstruktion des Gelenkmastes war so ein problemloses Herankommen an das Feuer von Außen möglich. "Mit der Drehleiter allein wäre das nicht möglich gewesen", so Brandstaedter, der sich durchaus ernste Gedanken über die Zukunft des mittlerweile 30 Jahre alten Gelenkmastes macht.
Bis kurz vor 2 Uhr dauerten die Löscharbeiten. Das Haus wurde durch das Feuer unbewohnbar. Löschwasser in den alten Lehmdecken des gut 100 Jahre alten Hauses tat ein Übriges. Daher bleibt auch das "Drop Inn" vorerst geschlossen. Die Kripo nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache auf, konnte aber noch keine Ergebnisse vorweisen. Fest steht, dass der Brand im 2. Obergeschoß unter dem Dach in einem leerstehenden Zimmer ausbrach und sich fast über die ganze Etage ausbreitete. In die Wohnung unter dem Dach wollte der Pächter des "Drop Inn" an diesem Wochenende einziehen. Den Sachschaden schätzten Polizei und Feuerwehr übereinstimmend auf rund 250.000 Euro.
( Text: Holger Bauer, Kreispressewart, feuerwehr@bauer-pressedienst.de )
Feuer Mühlenstraße 2
Feuer Mühlenstraße 3