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Besondere Einsätze 2008

27.11.2008

Großfeuer in Steenfeld

Alarmzeit:

19:14 Uhr

Fahrzeuge:

 KdoW, DLKELW

Ein Großbrand hielt am Donnerstagabend sechs Freiwillige Feuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Atem: Zwischen Steenfeld und der Kanalfähre Fischerhütte brannte der Dachstuhl eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses in voller Ausdehnung. Die Bewohner des Hauses konnten sich rechtzeitig und unverletzt in Sicherheit bringen.
Der Feuerwehreinsatz gestaltete sich aufgrund des starken Windes schwierig.
Um 18:14 Uhr heulten die Sirenen in Steenfeld. Wehrführerin Sina Paulsen ließ beim Erkennen der Lage umgehend die Freiwillige Feuerwehr Hanerau-Hademarschen nachalarmieren. Die Hademarscher setzten unter anderem ihren Schlauchwagen mit 2000 Meter Schlauchleitung ein, um aus dem knapp zwei Kilometer entfernten Nord-Ostsee-Kanal das Löschwasser heranpumpen zu können. Unterstützt wurden die Kameraden im späteren Verlauf von den Wehren aus Beldorf und Oldenbüttel. Ein Innenangriff unter schwerem Atemschutz musste schnell wieder abgebrochen werden, da den Einsatzkräften bereits brennende Trümmerteile des Dachstuhls entgegenkamen. Der Außenangriff zeigte jedoch wenig Wirkung. Denn die starken Windböen trieben das Löschwasser vom Feuer weg.

Daraufhin entschied man sich, die Drehleiter aus dem gut 30 Kilometer entfernten Rendsburg anzufordern. Mit deren Monitor konnte das Feuer dann jedoch binnen weniger Minuten niedergeschlagen werden. Die Ablöscharbeiten konnten daraufhin wieder im Innenangriff durchgeführt werden. Um ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben, wurde um 21:45 Uhr noch die Freiwillige Feuerwehr Bendorf-Oersdorf nachalarmiert.
Die Feuerwehr Rendsburg setzte zudem eine Wärmebildkamera ein. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis weit in die Nacht hinein. Im Einsatz waren rund 80 Kameradinnen und Kameraden aus sechs Wehren. Die Kripo Rendsburg nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen auf. Brandursache und Schadenshöhe stehen noch nicht fest. Letztere dürfte aber mehrere hunderttausend Euro betragen. Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Die Bewohner kamen anderweitig unter. Verantwortlich für den Inhalt: Holger Bauer, stellv. Kreiswehrführer & Pressesprecher [gh]
Feuer Steenfeld (2008) 2
Feuer Steenfeld (2008) 3
Feuer Steenfeld (2008) 4

17.11.2008

Großfeuer Elsdorf-Westermühlen

Alarmzeit:

19:02 Uhr

Fahrzeuge:

 KdoW, TLF 16-1DLKLF 16-1, GW-A, ELW, TLF 16-2TM, TLF 24/48, LF 16-2, GW-N

Feuer Steenfeld (2008) 4

ELSDORF-WESTERMÜHLEN. Sieben Feuerwehren, 150 Einsatzkräfte und eine Material-schlacht:

Ein Großfeuer in einem Reifenhandel in Elsdorf-Westermühlen forderte am Montagabend (17.11.) die Einsatzkräfte.
Kurz vor 19 Uhr wurde der Brand in einem Reifenhandel in der Hauptstrasse in Elsdorf-Westermühlen entdeckt.
Die Freiwillige Feuerwehr Elsdorf-Westermühlen forderte umgehend die Kameraden aus Hohn nach.
Deren Wehrführer Olaf Brumm berichtete: „Der Dachstuhl brannte bereits lichterloh. Wir ließen daraufhin sofort die Wehren aus Rendsburg, Fockbek, Hamdorf und Bargstall nach-alarmieren." Menschen waren nicht in Gefahr, so dass sich die Feuerwehren sofort auf die Brandbekämpfung und das Schützen der Nachbargebäude konzentrieren konnten.

Mit einem Wasserwerfer konnte das Wohnhaus vom Brandobjekt geschützt werden. Auch ein weiteres Wohnhaus in der Nachbarschaft, das in Windrichtung lag und dem enormen Funkenflug ausgesetzt war, konnte erfolgreich geschützt werden. Der gesamte Dachboden des rund 40 Meter breiten ehemaligen landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäudes diente als Lager für tausende von Auto- und Motorradreifen und Felgen. Diese brannten wie eine Fackel. Daher wurde der Löschzug Gefahrgut (LZ-G) des Kreises Rendsburg-Eckernförde alarmiert und mit Schadstoffmessungen rund um Elsdorf-Westermühlen betraut. LZ-G-Zugführer Martin Schuldt konnte nach einiger zeit Entwarnung geben: „Durch die enorme Hitze und Thermik haben sich giftige Schadstoffe schnell verflüchtigt, bzw. sind verbrannt. Im späteren Verlauf des Einsatzes haben wir zwar Verbrennungsprodukte in der Luft nachweisen können, die aber allesamt unter den Grenzwerten lagen", so Schuldt. Die Feuerwehr Rendsburg setzte eine Drehleiter und ihren Teleskopmast ein, um das Flammenmeer von oben zu bekämpfen. Diese Maßnahme zeigte jedoch erst Wirkung, nachdem dem Löschwasser Schaummittel zugesetzt wurde.

Gegen 22 Uhr konnten die ersten Wehren wieder in ihre Standorte entlassen werden. Die Kameraden aus Elsdorf-Westermühlen waren noch die ganze Nacht mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Eine Bilanz der Materialschlacht liegt derzeit noch nicht vor. Die Kripo nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen auf, konnte zur Brandursache jedoch keine Angaben machen.
Den Schaden bezifferten Feuerwehr und Kripo auf mindestens 500.000 Euro. In dem Gebäudekomplex aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten neben dem Reifenhandel auch eine Firma für alternative Energien und eine so genannte „Schrauber-werkstatt" für Bastler Räumlichkeiten gemietet. Wie hoch deren Schaden durch den Brand und Löschwasser ist, ist noch völlig unklar. Wir werden nachberichten.
Verantwortlich für den Inhalt: Holger Bauer, stellv. Kreiswehrführer & Pressesprecher [gh]

Video zum Großfeuer über SHZ:

http://www.shz.de/home/video-detail.html?user_dimvideo_pi1[video]=1570

Feuer Elsdorf 1
Feuer Elsdorf 2
Feuer Elsdorf 3

17.06.2008

Nachbarliche Löschhilfe in Fockbek

Alarmzeit:

18:25 Uhr

Fahrzeuge:

ELW, TLF 16-1TM, GW-A

Feuer Elsdorf 3Am Dienstag den 17.06.2008 wurden wir um 18:25 Uhr von der Nachbarwehr Fockbek mit Atemschutzgeräteträgern nachalamiert.
Der Einsatzort wurde durch eine gut sichtbare Rauchsäule über Fockbek kenntlich gemacht. TLF 16-1 und GWA mit zusammen 9 PA Träger konnten unverzüglich von der Wache abrücken. Am Einsatzort eingetroffen wurde nach Absprache mit der örtlichen Einsatzleitung die Teleskopmastbühne (TM) an die Einsatzstelle nachbeordert. Dieser bekam den Auftrag hinter dem brennenden Gehöft in Position zu gehen um das Ablöschen des mit Stroh gefüllten Dachbodens zu unterstützen. Weiter wurde die Dachkonstruktion, die vom Feuer ziemlich mitgenommen war, mit dem TM kontrolliert zum Einsturz gebracht. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das ganze von einem Kettenbagger unterstützt, der auch das restliche Stroh vom Boden holte. Dieses wäre ansonsten unter Atemschutz eine kräfteraubende und langwierige Aufgabe geworden. Nach dem Ablöschen wurde der Einsatz vorläufig für uns gegen 23 Uhr beendet. Am nächsten morgen kam dann die erneute Anforderung von der Wehr Fockbek und der TM ging noch einmal bis ca. 12 Uhr in den Nachlöscheinsatz. [gh]
Feuer Fockbek (2008) 1
Feuer Fockbek (2008) 2
Feuer Fockbek (2008) 4

16.01.2008

Zwei Großfeuer innerhalb weniger Stunden im selben Gebäude

Alarmzeit:

20:34 Uhr

Fahrzeuge:

ELW, TLF 16-1DLKLF 16-1, GW-A, TLF 16-2TM, LF 16-2, GW-N, MZF-1

Feuer Fockbek (2008) 4Komplizierter Löscheinsatz in Rendsburg - 5. Großbrand in vier Wochen

RENDSBURG. In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag hielt erneut ein Großbrand die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg in Atem. Beim 5. Großeinsatz binnen vier Wochen im Kreis Rendsburg-Eckernförde (davon drei in Rendsburg) entstand hoher Gebäudeschaden - verletzt wurde jedoch glücklicherweise niemand. Das Feuer brach aus bisher unbekannter Ursache gegen 20:30 Uhr in einem leer stehenden Wohn- und Geschäftshaus in der Herrenstrasse aus. Ein Autofahrer bemerkte den Brandrauch, der bereits in dichten Schwaden durch die Herrenstrasse zog und alarmierte die Nachbarin des Hauses Nr. 6, die daraufhin den Notruf wählte. Die Rendsburger Feuerwehrleute hatten es nicht weit - die Brandstelle lag direkt gegenüber der Feuerwache. Schwieriger als die Anfahrt gestaltete sich dagegen der eigentliche Löscheinsatz: Das über 100 Jahre alte Haus steht in einem der ältesten Gebäudeensembles der Rendsburger Altstadt. Nur ein wenige Zentimeter breiter Durchgang besteht zum Hinterhof. Enge, verschachtelte und sehr enge Altstadtbebauung machen derartige Löscheinsätze immer zu einer komplizierten Angelegenheit.
Der Feuerwehr gelang es zunächst, ein Übergreifen auf die Nachbargebäude zu verhindern. Der Brandherd wurde von Atemschutzgeräteträgern in einem ehemaligen Lagerraum im Erdgeschoss lokalisiert und schnell abgelöscht. Das Feuer hatte sich jedoch inzwischen in die alten teilweise hölzernen Wände und Zwischendecken gefressen - das gesamte Gebäude qualmte aus allen Ritzen und Kanten. Nur unter schwerem Atemschutz war ein Arbeiten an der Brandstelle möglich. Einsatzleiter Sönke Brandstaedter setzte acht Fahrzeuge und rund 40 Männer und Frauen ein.
Und auch bei seinem zweiten Brandeinsatz bewährte sich der neue Teleskopmast der Rendsburger Wehr. Denn nur damit war es möglich, auch die hintersten Bereiche des Daches zu erreichen und die Dachpfannen zu entfernen, um an die Glutnester zu kommen.
Zur Notfallabsicherung der Atemschutzgeräteträger war zunächst ein Rettungswagen der „Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein" (RKiSH) vor Ort. Später übernahm der Ortsverband der Johanniter Unfallhilfe die rettungsdienstliche Absicherung. Gegen 23 Uhr musste die Kreisfeuerwehrzentrale neue Atemluftflaschen an die Einsatzstelle bringen.
(Text und Fotos: Holger Bauer, Kreispressewart)
Während auf der Feuerwache noch die letzte Arbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft liefen, wurden die Kameraden gegen 03:05 von einem gewaltigen Knall aufgeschreckt. Diesmal stand der hintere Teil des Dachstuhls des soeben gelöschten Gebäudes lichterloh in Flammen, ein Übergreifen auf das benachbarte Mehrfamilienwohnhaus war zu befürchten. Erneut Großalarm für Rendsburg, diesmal kam unsere Nachbarwehr, die FF Büdelsdorf, sofort zur Unterstützung mit Atemschutzgeräteträgern hinzu. Dank der „Ortskenntnis" wurde der TM sofort anstatt der DLK eingesetzt, und dieses Feuer war schnell eingedämmt. Jedoch zogen sich die Nachlöscharbeiten und vor allem das Aufnehmen der mit Lehm gefüllten Geschossdecke bis 5:30 hin. Nach mehrfacher Kontrolle mit einer Wärmebildkamera konnte nun endgültig „Feuer schwarz" gegeben werden - die erneute Brandursache blieb allerdings äußerst rätselhaft. [joh]
Feuer Herrenstraße 2
Feuer Herrenstraße 3
Feuer Herrenstraße 4

07.01.2008

Dachstuhlbrand Alte Kieler Landstraße

Alarmzeit:

12:28 Uhr

Fahrzeuge:

ELW, TLF 16-1DLKLF 16-1, GW-A, TLF 16-2TM, LF 16-2, GW-N

Feuer Herrenstraße 4Ein ausgedehnter Dachstuhlbrand in einer Häuserreihe forderte nicht nur ein Großaufgebot aus Rendsburg, auch die FF Büdelsdorf und der LZ-G mit Atemschutzgeräteträgern waren im Einsatz.
Aus noch unbekannter Ursache brannte der als Trockenboden und Abstellraum genutzte Teil des Dachstuhls aus. Im Spitzboden lief das Feuer über die Dachwohnung bis zur nächsten Brandwand. Eine enorme Rauchentwicklung behinderte bereits das Ausrücken auf der Feuerwache. Bei seinem ersten "heißen" Einsatz bewährte sich der neue "Bronto". Als Rettungsmassnahme wurden die drei Hauseingänge komplett evakuiert, eine Registrierung erfolgte in der nahegelegenen Unterkunft des LZ-G. Nachdem die Flammen im kombinierten Innen- und Außenangriff niedergekämpft waren, wurde die Dachhaut grossflächig aufgenommen, um Rauch und Hitze abziehen zu lassen, aber auch um die noch vorhandenen Brandnester zu lokalisieren. Hier waren zwei Wärmebildkameras im Einsatz. Insgesamt wurden 16 Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt, 3 C-Rohre im Innenangriff und zwei Wasserwerfer von DLK und TM waren zur Brandbekämpfung nötig. Während der Löscharbeiten war die Alte Kieler Landstraße zwischen Kaiserstraße und Kreishafen für über drei Stunden gesperrt. [joh]
Dachstuhlbrand AKL 1
Dachstuhlbrand AKL 3
Dachstuhlbrand AKL 4
Dachstuhlbrand AKL 5
Dachstuhlbrand AKL 6
Dachstuhlbrand AKL 7
Dachstuhlbrand AKL 8