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Besondere Einsätze 2009

01.12.2009

Feuer Altenheim und Wohnungsbrand Hans-Bredow-Straße

Alarmzeit:

12:27 Uhr

Fahrzeuge:

KdoW, TLf 16-1, TMB, LF 16-1, GWA, ELW, TLF 16-2, LF 16-2, MTW

 

Weitere Kräfte im Einsatz:

Polizei, Rettungsdienst, FF Büdelsdorf, FF Fockbek, Kreisbrandmeister, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, DRK Bereitschaftszug, Ordnungsamt, Stadtwerke

 

Am 01.Dezember alarmierte uns die Leitstelle Mitte um 12:32 Uhr zu einem Feuer in der Seniorenwohnanlage Eiderblick. Schon während der Anfahrt konnte bestätigt werden das eine starke Rauchentwicklung zu erkennen ist. Bei Ankunft der ersten Fahrzeuge stellte sich die Lage wie folgt dar:
- Mehrere Personen konnten sich durch das eingreifen der Polizei auf die Balkone in Sicherheit bringen
- ein Großteil der Bewohner konnte sich von selbst ins freie retten
- Wenige Personen befanden sich noch in den Wohnungen

Sofort wurde Alarm für Büdelsdorf gegeben um ein weiteres Hubrettungsgerät und Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben und es wurde Kreisalarm für den DRK Bereitschaftszug ausgelöst um die 57 Bewohner der Anlage zu betreuen.

Die Teleskopmastbühne ging bei Ankunft am Einsatzort auf der Kieler Straße in Stellung und konnte 4 Personen von den Balkonen in Sicherheit bringen, alle weiteren Personen wurden vorerst über tragbare Leitern betreut und anschließend per Fluchthaube von den Atemschutztrupps ins freie begleitet. Das Feuer konnte schließlich im 3.OG lokalisiert und schnell unter Kontrolle gebracht werden. Insgesamt wurden 8 Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt und nach 4 Stunden war dieser Einsatz für uns beendet.

 

Kurz nachdem das Feuer in der Kieler Straße unter Kontrolle und alle Bewohner ins freie gebracht wurden meldete die Leiststelle Mitte ein weiteres Feuer in der Hans-Bredow-Straße. Bei Ankunft der ersten Fahrzeuge war davon auszugehen das die Besitzerin noch in der stark verrauchten Wohnung war. Sofort ging ein Trupp unter Atemschutz in das Gebäude vor und konnte schnell Entwarnung geben das sich keine Person mehr im inneren des Gebäudes aufhält. Das Feuer, welches sich auf die Wohnstube des Gebäudes beschränkte wurden gelöscht und der Einsatz hier nach ca. 40 Minuten beendet. 

Feuer Kieler Str. 60   // Copyright: Jan F. Schönstedt Landeszeitung
Feuer Kieler Str. 60   // Copyright: Jan F. Schönstedt Landeszeitung
Feuer Kieler Str. 60
Feuer Kieler Str. 60
Feuer Kieler Str. 60
Feuer Kieler Str. 60

12. Juni 2009

Großbrand eines Paraffintanklagers in Kiel

Alarmzeit:

12:00 Uhr

Fahrzeuge:

Feuer Kieler Str. 60

KIEL. Es war der größte Brand der letzten Jahrzehnte in Kiel: Ein Paraffinlager am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals unmittelbar vor der Kanalschleuse Holtenau ging in der Nacht zum Freitag (12.6.) in Flammen auf.

Was zunächst als Papierkorbbrand gemeldet war, entpuppte sich zu einem Feuerinferno und einer Materialschlacht. Mehrere Tanks mit Paraffin explodierten und liefen aus. Brennendes Paraffin lief in den Nord-Ostsee-Kanal und schwamm dort brennend weiter. Die meistbefahrene künstliche Wasserstrasse der Welt wurde für mehrere Stunden voll gesperrt.

Die Berufsfeuerwehr Kiel wurde von allen zehn Freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt, der Werkfeuerwehr HDW und der Bundeswehrfeuerwehren Mundepot Jägersberg und Marinefliegergeschwader 5 unterstützt. Dazu kamen aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde die Freiwilligen Feuerwehren Rendsburg, Altenholz, Eckernförde und die Bundeswehr-Flugplatzfeuerwehr aus Hohn. Wasserseitig wurde die Brandbekämpfung über das Feuer- und Ölbekämpfungsschiff „Kiel" und den DGzRS-Kreuzer „Berlin" aufgenommen. Weniger Glück hatten die FF´n Kiel-Russee und Suchsdorf. Sie mussten sich vor dem Flammenmeer fluchtartig zurückziehen und ließen zwei Tragkraftspritzen zurück. Diese brannten völlig aus.

Rund 500 Bewohner im Umkreis von einem Kilometer rund um den Brandort am Nord- Ostsee-Kanal mussten ihre Wohnungen vorsorglich räumen. Sie wurden bei Bekannten oder auf einem Sammelplatz bei einem nahen Kaufhaus in Bussen untergebracht - konnten aber in der Nacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Zwei Menschen wurden leicht verletzt - darunter ein Feuerwehrmann. Rund 350 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen an. Erst gegen 3.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Michael Krohn, Sprecher der Kieler Feuerwehr berichtete, dass ein Anwohner die Rettungskräfte um 23.46 Uhr wegen eines brennenden Papierkorbs in der Uferstraße im Stadtteil Wik alarmiert hatte. Als ein Löschzug dort eintraf, habe bereits ein Paraffin-Tank in Flammen gestanden. Nach und nach seien weitere Tanks durch die große Hitze geborsten und explodiert. „Es ist dann sehr schnell viel brennendes Paraffin in den Kanal gelaufen", so Krohn. Der leicht brennbare Stoff wird auch zur Herstellung von Kerzen oder Cremes verwendet. „So etwas hat es in Kiel noch nicht gegeben", sagte auch der stellvertretende Amtsleiter der Berufsfeuerwehr, Ulrich Hackenberg.

Wie genau es zu dem Feuer kam, war am Freitagmorgen noch unklar. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. Auch zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Text: Holger Bauer

Großfeuer Kiel 2
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel
Großfeuer Kiel

16.05.2009

Großbrand einer Photovoltaikanlage in Thaden

Alarmzeit:

05:20 Uhr

Fahrzeuge:

MZF 1, TM, TLF 24/48

Großfeuer Kiel THADEN. Ein Großbrand in dem Hallenkomplex des ehemaligen Klinkerwerkes in Thaden bei Hanerau-Hademarschen hat über 100 Feuerwehrleute am Samstagmorgen vor große Probleme gestellt. Denn auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert, die aus Sonnenlicht rund 20.000 Volt Strom erzeugt und in das Mittelspannungsnetz der E.ON einspeist. Die Kollektoren erzeugen permanent Strom und lassen sich nicht abschalten. Daher konnte die Feuerwehr zunächst nicht an den Brandherd herankommen.
Gegen 5 Uhr am Samstagmorgen wurde das Feuer von einem Passanten bemerkt, der über Notruf 112 die Feuerwehr alarmierte. Mit dem Alarmstichwort „Scheunenbrand" wurde die Freiwillige Feuerwehr Hanerau-Hademarschen alarmiert. „Doch als wir hier eintrafen, sahen wir das wahre Ausmaß", berichtete Amtswehrführer Klaus-Hinrich Paulsen. Es brannte eine Dachfläche von rund 30 mal 30 Metern mittig des 8000 Quadratmeter großen Hallenkomplexes direkt über dem alten Trocknungsofen der ehemaligen Ziegelei. Dort gibt es einen Zwischenboden, in dem auch die gesamte Elektrik der Photovoltaikanlage zusammenläuft und wo sich der Haupttrafo der Anlage befindet. Was genau an dieser Stelle brannte, war nicht einsehbar. Die Hallen stehen seit der Produktionseinstellung des Hademarscher Ziegelwerkes vor einigen Jahren leer. Lediglich ein Teil ist an ein Unternehmen vermietet, das dort LKW und Containermulden einstellt. Dieser Gebäudeteil war aber nicht betroffen.
Unterstützung kam von den Freiwilligen Feuerwehren Thaden, Gokels, Steenfeld und Lütjenwestedt. Aufgrund der Tatsache, dass von den Gebäudeseiten nicht an den Brandherd heranzukommen war, forderten Amtswehrführer Paulsen und Hademarschens stellvertretender Wehrführer und Einsatzleiter Klaus-Jürgen Rehse die Teleskopmastbühne der Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg an. Mit diesem Spezialgerät hatten die Hademarscher bereits bei anderen Großbränden in jüngster Zeit gute Erfahrungen gemacht. Mit dem 42 Meter langen Teleskoparm konnten die nicht zugänglichen Stellen des Daches problemlos erreicht werden.
Unklar war lange Zeit, ob und wo noch Spannung auf den unversehrten Kollektoren herrschte. Daher war der unmittelbare Einsatz von Wasser verpönt. Aufgrund der Einsturzgefahr war auch ein Innenangriff nicht möglich. Erst nachdem ein Techniker der Herstellerfirma vor Ort war und alle 90 Wechselrichter der Anlage abgeschaltet sowie noch funktionsfähige Kollektoren von den so genannten „Strings" (Zusammenschluß mehrerer Kollektoren) im Brandbereich abgetrennt hatte, konnte relativ gefahrlos im unmittelbaren Brandbereich gearbeitet werden. Dennoch entpuppten sich die Löscharbeiten als Sysiphusarbeit. Ein Herankommen an Glutnester war ausschließlich über die Teleskopmastbühne möglich. Auf dem Bauch liegend im Korb der Bühne sägten Atemschutzgeräteträger Löcher in das Blechdach und fluteten die Hohlräume mit Schaum - eine Zeit- und Kräftezerrende Arbeit.

So konnte aber gegen 11 Uhr „Feuer aus" gemeldet werden und alle Wehren rückten wieder ein. Lediglich die Kameraden aus Thaden blieben vor Ort und stellen noch den ganzen Samstag eine Brandwache.
Im Einsatz waren sechs Freiwillige Feuerwehren mit über 100 Einsatzkräften, Polizei und zur Absicherung der Atemschutzgeräteträger eine Rettungswagenbesatzung.

Die Brandursache ist noch unbekannt. Die Schadenshöhe liegt deutlich im sechsstelligen Bereich. Die Kripo wird noch am Samstag die Ermittlungen aufnehmen.

Text Holger Bauer

Feuer Thaden 1
Feuer Thaden 2
Feuer Thaden 3
Feuer Thaden 5
Feuer Thaden 6

26.04.2009

Schwerer Bahnunfall in Alt Duvenstedt

Alarmzeit:

02:09 Uhr

Fahrzeuge:

KdoW, VRW, TLF 16-1, RW, ELW, LF 16-1, GW-N

Feuer Thaden 6Alt Duvenstedt - Bei einem grausigen Verkehrsunfall in der Nacht zum Samstag ist nahe Alt Duvenstedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde eine 35 Jahre alte Autofahrerin  getötet worden.

Nach Angaben der Bundespolizei war die Frau aus der näheren Umgebung gegen zwei Uhr auf einem jeweils halbseitig beschrankten, mit Warnlicht versehenen Bahnübergang an der Straße „Owschlager Moor" in ihrem Toyota von einem Güterzug aus Richtung Flensburg erfasst und etwa 1000 Meter mitgeschleift worden, bis der 450 Meter lange Zug zum Stehen kam. Der Toyota hing verkeilt unterhalb der rechten Vorderseite der gewaltigen E-Lok. „Als wir am Unglücksort eintrafen, bot sich den Feuerwehrleuten ein grausiger Anblick", schilderte Klaus-Dieter Holm, Gemeindewehrführer von Alt Duvenstedt und Einsatzleiter vor Ort, die Situation an der riesigen Lok. Die Stromzuführungen seien von der Zentralstelle abgeschaltet worden und man habe vor und hinter dem Einsatzort die Leitungen erden müssen.
Der Toyota sei in mehrere Teile zerrissen und die Fahrerin (35) im Wrack zweifelsfrei tot gewesen. „Wir haben dann die gesamten 1000 Meter nach möglichen weiteren Insassen mit Lampen und Wärmebildkameras abgesucht, aber die Frau war ohne Zweifel alleine beteiligt", stellt Holm die weiteren Maßnahmen dar. In Zusammenarbeit mit der Rendsburger Feuerwehr wurde die Leiche geborgen und die Fahrzeugtrümmer mit schweren Bergegerät unter der Lok herausgeschnitten.

Die Umstände, wie es am Bahnübergang zu diesem fürchterlichen Zusammenprall kommen konnte, waren völlig unklar und sind nun Gegenstand bahntechnischer und kriminalpolizeilicher Untersuchungen, wie ein Polizeisprecher bestätigte.

Die Bahnstrecke zwischen Flensburg und Neumünster war laut Bundespolizei bis 6.34 Uhr gesperrt. Da die E-Lok völlig intakt gewesen sei und habe sie ihren Weg mit eigener Kraft - allerdings mit einem zweiten Lok-Führer -  fortsetzen können, hieß es weiter.

„Die psychische Belastung des Bergungspersonals war wegen der Schwere des Unfalls sowie der besonderen Situation extrem belastend", beschrieb Kreisbrandmeister Hans Lohmeyer den Einsatz der Feuerwehrleute aus Alt Duvenstedt und Rendsburg.

Text mit freundlicher Genehmigung von Uwe Rehbehn / KN
PKW gegen Zug Alt Duvenstedt 1
PKW gegen Zug Alt Duvenstedt 3

18.03.2009

Großfeuer in Steenfeld

Alarmzeit:

11:10 Uhr

Fahrzeuge:

KdoW, TM, TLF 24/48

PKW gegen Zug Alt Duvenstedt 3

STEENFELD. Ein Feuer auf einem Bauernhof in Steenfeld vernichtete am Mittwoch (18.3.2009) das gesamte Anwesen. Menschen und Tiere wurden nicht verletzt.

Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein nur noch teilweise landwirtschaftlich genutztes Anwesen.
Zur Brandausbruchszeit gegen 10:40 Uhr befanden sich fünf Bewohner in dem Gebäude. Sie konnten sich unverletzt retten. Allerdings gelang es nicht, persönliche Habseligkeiten - mit Ausnahme eines Computers - zu bergen.

Ein Autofahrer meldete das Feuer, das wohl im Dachbodenbereich ausbrach. Begünstigt durch die Windrichtung konnte sich das Feuer schnell durch den gesamten Wohntrakt fressen. Dieser brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Den eingesetzten Feuerwehren schlugen die Flammen meterhoch entgegen. Die Löschversuche zeigten anfangs wenig Wirkung, weil das Feuer bereits derart intensiv brannte.
Erst der Einsatz des Rendsburger Teleskopmastes mit dessen leistungsstarken Wasserwerfer an der Spitze brachte sichtbare Löscherfolge. Dennoch ist das Anwesen als Totalschaden zu betrachten. Löschwasser musste aus bis zu 2000 Meter Entfernung aus Hanerau-Hademarschen aus einem Teich herangepumpt werden.

Im Einsatz sind die Freiwilligen Feuerwehren aus Steenfeld, Hanerau-Hademarschen, Beldorf und Rendsburg sowie ein Rettungswagen für die Eigenabsicherung der eingesetzten Kräfte, die größtenteils unter schwerem Atemschutz tätig sind. Auch der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) war vor Ort.

Die beiden Eigentümer und drei Wohnungsmieter kommen zunächst bei Verwandten und Freunden unter.

Die Polizei bezifferte den Schaden auf rund 250.000 Euro. Der Ermittlungsbeamte der Kripo Rendsburg gab an, dass die Brandursache möglicherweise nicht mehr feststellbar ist. (bau).

Feuer Steenfeld (2009) 1
Feuer Steenfeld (2009) 2
Feuer Steenfeld (2009) 3
Feuer Steenfeld (2009) 4
Feuer Steenfeld (2009) 6
Feuer Steenfeld (2009) 7